как дела

ich frag, wie geht’s,
wo tische die kulturen trennen
und verbinden, denn so steht’s
uns an, was wir vollenden.

im wasser hochprozentig
sind wir einverstanden,
was in uns ist schon ausgewendig,
ist jenes: das uns anverwanden.

wir gehen rein und gehen raus,
zu essen und zu rauchen.
woher wir wanderten und aus,
ist was, das wir noch brauchten.

und unter herbstes raschelnd laub
sind wir die euch veränderer,
die dünne wie indianerhaut,
die an uns wär’ begängstigter,

julija_herbst

 

denn das erst hier beginnen
unter zelten und terrassen,
wo ich aß mein herbst verrinnen,
war mir das klingen meiner kassen.

 

ich denke aus und denke ein,
bin jüdisch als kartoffel.
und trink’ des abendmahles wein
im bettgewand der träumend stoffe.

ich will zu dir, der fernen
wie der nahen, die mich nachts umarmt.
ich schnarche, raub’ dem gernen,
was mich fädelnder umgarnt.

am morgen koch’ ich uns die eier
zu jener schmackhaft leiche,
dass selbst noch meiner worte feier
wär’ aller zeiten dreier weiche.

und hab’ mich artig angeschickt
im wort auch hier und meiner stimme,
dass alles, was nicht ward gefickt
doch liebte mich, wie ich’s gewinne.


 

(für julija)

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