Ein Schuss

 

Was ist das für eine Nacht.

Nirgends wird mehr gefeiert,

Barschaften geschlossen,

die Läden längst zu:

–  “Ist da noch wer?” –

Was für eine Nacht und nirgends

wird mehr gefeiert, wird – ” … noch

wer da? Ist da noch eine Bar?” –

Eine Nacht. Ein Schuss. Ein Schaft.

Eine Nachtbarschaft.

Längst geschlossen, die Läden.

Längst zu, die Nacht von Samstag.

Längst aus. Verraucht und Verpufft.

Also ganz ohne Bar nach Haus.

Zum Schlafen. Und morgen?

Ja, lasset uns ruhen, zunächst,

und später zum Tatort beten.

Vielleicht ist wieder diese Bar im Bild,

in der sehr spät noch eine Kommissarin

betrunken und einsam hockt;

oder zwei, oder drei ihrer Zunft.

Wo bis zum Morgen kein

Blut fließen wird, nur kühles Bier.

 

2 Gedanken zu “Ein Schuss

  1. Phantomgewiss

    Zuerst der stumme Spruch
    Dann das Überhören
    Man ist satt, wird lauter mit den Anderen

    Aber die Lüge gibt auf uns acht
    Aber das Leben lacht

    Am Ende, der Heimweg
    Dann das Erinnern
    Man unterscheidet qualitativ

    Aber das Viele lässt uns nicht ruhen
    Aber der Tod wird uns nichts tun

    Vorher der Abklatsch, weise
    Dann Ursachen verlagert in spürlose Zonen
    Man ist doch geduldig, wird satter im Bruch

    Aber die Liebe stört nebenan
    Aber nur leise – leise wie der Spruch

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