gesang eins

auf einmal wurde die landschaft hügelig
buckelwale duckten ihre rücken hinter das gras
alle halme bewegten sich im gleichklang
die musik musste von fern kommen
hinter dem gebirge wechselte der himmel seine farben
Sirin sang
von der küstenebene drang kriegsgeschrei
die wale verharrten
das abendlicht verlieh ihren körpern
das aussehen von gebranntem ton
selbst der himmel erinnerte an irdenes
steinzeug
ich lief schneller
auf einmal ein schnauben und toben
die buckelwale richteten sich auf
flohen hinaus in die dunkelheit der nahenden nacht
Sirin sang weiter
das kriegsgeschrei näherte sich
entfernte sich wieder
und verstummte im letzten ton des lieds

dann hörte ich nur noch deinen atem

2 Gedanken zu “gesang eins

  1. Ein Gesang brennt sich irden ein. Land und Dämmerung in Walgestalt. Wale singen auch. Und Sirin, die Schöne.
    Ah, das gefällt mir!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.