Nachts am Narrenturm

Irgendwo dahinten …

dort, wo Du früher den Bauzaun gesehen hast und die Brennnesselbrache,
dort, wo die Hühnerkäfige standen, die oft auch sehnige Hasen beherbergt haben,
dort, wo die narrischen Kastanibäume sind, genau wie Du es schon früher prophetisch vorhergeschrieben hast,
dort, wo Dein Kurzzeitgedächtnis das Spielwarensortiment, das Du in der Buchhandlung am Eingang gesehen hast, längst schon wieder vergessen hätte,
dort, wo – auch im Dunkeln – noch die allgemeine Hausordnung gilt,
dort, wo die Fahrradfahrer die Nachtfalter nicht sehen können,
dort, wo kein Fiakerpferd mehr den Duft seiner Rossäpfel hinterlässt,

irgendwo dahinten steht er noch immer, der runde Turm, nur ist er in der Nacht urplötzlich, nur ist er in der Nacht klammheimlich quadratisch geworden.

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