gesang sieben

legten sich landschaften über die schönheit
wie stimmen über das gras
und staunende nebelbänke in den wald
floh eine kuckuckslichtnelke
deinen namen auf den lippen
kuckucksknabenkraut
trugen gebirge schwere auf deinen mund
legte sich ein murmelndes und trauriges meer
sprachst du mit den scheuen füchsen
und botest gesänge zum tausch gegen schatten

ein mammut überlebte
im permafrost wurde es besungen
bis in unsere zeit
eiskalt
kamen in zottigen gewändern
dichter und großwildjäger
in die bärlappwälder flohen die fasane
die automobile vom nahen golfplatz
erlaubten einen geordneten rückzug
ergriffen uns staubwolken aus pastell
schnitzten wir gedankengänge und gesänge
stiegen aus flatternden flüssen
erinnerungen

plötzlich war es wieder da
dieses gefühl der verlorenheit und ohnmacht
über das delta und die alte kaiserstadt
zogen libellenschwärme
in ihren leibern saßen reiter mit maschinengewehren
voraus gegangen war eine entlaubungsaktion
der wald hatte seine gedichte für immer verloren

Ein Gedanke zu “gesang sieben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.