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Andreas Gößling - 28. Juli 2014 10:37 Uhr

Spirit

Wie käme ich auch dazu abzustreiten
dass auch Kreaturen wie wir wie ich
auch gute Geister auf uns hocken haben
nicht nur die kaltschnäuzig kaltschwänzigen
nicht nur die schweflig schwafelnden anderen

Als mir meiner zum allerersten Mal
auffiel war er allerdings schon gefallen
unter allerhand anderen fast verborgen
sein Strahlen allmählich verfallend
segnete er mich zum allerletzten Mal

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Andreas Gößling - 24. Juli 2014 11:34 Uhr

Mit oder ohne

Als das Mädchen mit den Frittenhaaren
auf der Kaimauer im Regen tanzt,
immer hart am Hafenrand,
barfuß im Pelerinenmantel,
ihre Haut mayoweiß,
der Mund ein Ketchupomega,
da ist mir klar, sie wird fallen.
Ihr Haar schon pommesblonder Tang,
als sich über ihr das Ölauge schließt.

Kommentar (27.7.14 12:54) lesen

 

Andreas Gößling - 21. Juli 2014 9:20 Uhr

Der halt

Der belagert deine Tore
so triefend hart und räudig rot
Der hat keine Geschwister
dafür 27 Geschlechter
und keine Eltern im All

Der entert deine Rachenpforte
derweil du die Nabelschnute hütest
Allein wie der ist keiner
ein Gallertpirat oh baby
sonst nichts

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Daniel Ketteler - 19. Juli 2014 12:09 Uhr

Café am Schäfersee

Hier blühen Seerosen, Doggen und Jogginghosen,
am Zürichsee für Arme donnern im Minutentakt Flugzeuge
übers Domicil. Neben den Alten verpaaren sich Füchse rund um
den Hundeübungsplatz und bei Juwelo gehen kurz vor Mittag
die letzten Amethysten über den Endlostresen.
Kerosin, Schadenfreude und ein explosives Fünkchen Stolz
auch im Musikcafé Lust gegenüber: Wie ein Erinnerungscocktail
kleben die alten Schaluppen am Bierboden, graue Gesichter am
Flatscreen über Schwaden und Schall.
Aus heiseren Boxen schluchzt ein Schwall neuester Schlager
und um die Ecke klickert der Knobelbecher
wie eine mechanische Herzklappe.

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Julia Trompeter - 18. Juli 2014 21:27 Uhr

Im Hasenmoor

Was schleicht sich dort? Johannisbeeren leuchten, müde
dichtet sich der Abend, leise wird das Helle rot und schwer
die Serpentinen lächeln und die Wäscheleinen schweigen
klamme Finger rütteln an den Gleisen, wo die Züge
rückwärts gleiten und die langen Schatten früher Vögel
die davongezogen nach dem Abitur gen Westen weisen

Dann bäumt der Schall der Welt sich nochmal auf:
Von Ferne ruft der Reiher aus dem Moor, als wär es
wieder Zeit für Nachbarschaften zwischen Mensch und Tier
und Rasenmäher ziehen stur und schwankend durchs Revier
bis dass die Nacht die Landschaft tilgt und Stille macht
am Waldrand plumpsen Blätter auf den Bauch und keiner lacht

statt Postkarte

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Sophia Doms - 6. Juli 2014 8:23 Uhr

Auf der Verfallskurve

auf der Zielgeraden
messerscharf
im goldenen Schnitt
Asphalt
Gerüst
Waschbeton
Glasfaserkabel
Volksbankkredit
mit Heim- und Zinsvorteil

kein Schatten
nur Licht
(der Hautkrebs
beiläufig
durch Laser entfernt)

weise Stadtbäume stehen
nur auf der Verfallskurve
an devianten Straßenrändern
wo Mörtel bröckelt
Brillenbügel brechen
die fettige Suppe tagelang steht
die alten Nachbarn
sich niemals begegnen
und der Garten
den Haselnussträuchern gehört

Zwei Lichtflecken stehen
immer
bei unseren Schatten

Budapest, Blaha Lujza ter - Új Köztemető

Kommentar (15.7.14 23:43) lesen

 

Herbert Hindringer - 10. Juni 2014 11:33 Uhr

Armenwetter

Was ich immer wollte: ein Fenster mit Birke, Schwan und Stille
ein Haus aus den Bergen, von oben betrachtet, von unten meins
vom Durchbruch der Stadt handelt die Haut, Blätter ab

vom Schuss, das trug der Körper bei, hölzern in der Pünktlichkeit
die Fußsohlen zuhause jetzt, Stolpern bleibt hier Stillstand
und die Uhren sind wie Stühle, zeitweise nur besetzt

ein Haus wie aus Geistesblitzen, weiter Weg zurück
die Frauen kehren in zwei Stunden wieder, der Idealzustand
beim Warten auf Frauen, die Nähekurse nehmen

die Vögel folgen dem Regen, der Kreise zieht und untergeht
in der blauen Flüssigkeit des Himmels das Restwetter
das keiner auf dem Schirm hatte, so dunkelt es nun ein

Gedächtnislücke Donnern, die Kerzenflamme betätigen
wenn man das Grollen übt: Da seid ihr ja endlich
die Frauen kehren in einer Stunde und 30 Minuten wieder

ich kann ihre Ähnlichkeit mit der Gegenwart bereits erkennen

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Jörg Meyer - 10. Juni 2014 1:42 Uhr

zügelos, entgleisend

@youtube

gleisdreieck

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Jörg Meyer - 6. Juni 2014 1:33 Uhr

1 minute to the next whisky bar (1)

kaligula, vilnius

alkoholinduzierte video.poems

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Jörg Meyer - 6. Juni 2014 1:30 Uhr

1 minute(s) to the next whisky bar

verwunden mein Herz | mit monotoner | Mattigkeit

d.day 2

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Jörg Meyer - 6. Juni 2014 1:26 Uhr

1 minute to the next whisky bar

http://www.schwungkunst.de/wordpress/?p=4180

d.day

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Julia Trompeter - 28. Mai 2014 0:11 Uhr

baustelle, morgens

wunderblumen, verrendert
am rande der ausgezogenen
stadt. 1:1 bildet dieser bildschirm
sich was ein oder bilde ich
etwas auf ihm ab? platzverweis
im sonnenlicht und blendend anzusehen.
tat-sächlich: jemand grätscht mir
von hinten in den raum, vergilbte
atmosphäre, mein knie am knie:
stört sich am knie. des bildschirm-
verliebten anderen. die kräne
im augrand verschwimmen
mit den unumstößlichen tatsachen

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