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» Kommentar zu . . .

Klara Beten - 15. Januar 2010 12:44 Uhr

später

saßen auf den dachkanten vögel
ihr bleiberecht schwindet
die leute sehen sie
wie komplizierte tiere an
als verlören sie ihren verstand

wenn wir könnten
gäbe es krieg zwischen den ziegeln
rot, sagen sie, rot

jedes fenster probt an diesem ort
den ernstfall, bewaffnet
& verrückt genug, die schüsse
gegen sich zu setzen
aus bloßer langeweile

vor den türen liegen taubenfedern
die alten kehren sie zusammen

-

Gedicht von Jakob Lehn,
2009 in "handsome landscapes"
veröffentlicht & schön.

leihbibliothek 1

 

warum dieser text von einem nichtmitglied?

verse zu streichen?

Markus Hallinger (Forummitglied) - 15. Januar 2010 17:41 Uhr


ich weiß nicht, was du mit verse streichen meinst; ich habe hier ein gedicht von einem NICHT-mitglied zu verfügung gestellt; ein text der mich gerade beschäftigt; deine frage WARUM verbaut allerdings schon den weg, den text als ein (von mir eingestelltes, ja) gesprächsangebot zu begehen; ein bisschen wollte ich rausfinden, wie das forum reagiert; ein bisschen wollte ich mich da aber auch in meinen vorahnungen bestätigt sehen; naja, beides passiert. wird nicht wieder passieren.

Klara Beten (Forummitglied) - 15. Januar 2010 18:06 Uhr


den text als frage (gesprächsangebot), find ich schwierig, weil der autor hier nicht existent ist (deshalb vielleicht auch meine ruppige art...sorry.). anderherum, ein frage und den text als beispiel, gings leichter, wäre fairer. " ... verlören sie ihren verstand..." " aus bloßer langeweile" - dieses "zuspiel" ist mir zu platt - das möchte ich gar nicht mitlesen - die taubenfedern???! ??? dagegen, die komplizierten tiere, die gefallen mir, obwohl ich hier ein " als " besser fände.... ...... ...... .... "rot, sagen sie, rot" ist mir zuviel rot... .... ...

Markus Hallinger (Forummitglied) - 15. Januar 2010 22:52 Uhr


ich habe mal eines meiner gedichte in einem pc-spiele-forum komplett wiedergegeben gefunden. das fand ich etwas unpassend.

texte zur diskussion stellen ist in ordnung, aber ich finde, es muss sich von irgendwo her 'ergeben', dh: aus einem bereits bestehenden text, aus einem bestehehnden gespräch.
du bist mit Jakob Lehn befreundet, deshab wird es für ihn wahrscheinlich okee sein, wenn du sein dachkantengedicht weiterempfiehlst.
aber es so aus dem nichts heraus hier zu lesen... hmm

Crauss. (Forummitglied) - 16. Januar 2010 16:29 Uhr


ich weiß nicht, ich finde es eigentlich immer passend, sachen zu posten, die einem gefallen. ich hatte das hier mal 'aus den archiven' genannt, dann aber den faden verloren. ob noch lebend und/oder (auch nicht) befreundet oder tot und zum (subjektiv-temporären) kanon gehörig, oder auch nur als anstoß, über text nachzudenken, den es schon gibt. kann auch schnellschuss sein, muss gar nicht so zwingend plausibel sein für alle. die letzte zeile hier wäre so auch hübsch: "die alten kehren sie alle zusammen / zusammen".

Marcus Roloff (ehemaliges Forummitglied) - 16. Januar 2010 19:06 Uhr


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